Jeder hat etwas zu erzählen...

 

... andernfalls hat er nicht gelebt.

 

 

So ist das Leben die beste Buchvorlage. 43 Jahre lang war ich Polizist, ein Beruf, der polarisiert. Für die einen "Freund und Helfer", für andere pauschal ein "Bullenschwein". Deshalb bin ich auch Autor geworden.

 

In meinem Buch Partner auf Leben und Tod  (Verlag Droemer Knaur) erzähle ich von meinen Erfahrungen und Erlebnissen mit meinen Diensthunden im Laufe von 23 Jahren. Fahren Sie mit uns auf Streife, erleben Sie Einsätze aus einem völlig anderen Blickwinkel!

 

Über die Taskleiste oben erfahren Sie mehr über mich. Ich habe auch eine Auswahl meiner Kurzgeschichten hinterlegt. Darüber hinaus schreibe ich regelmäßig für die monatlich erscheinende Fachzeitschrift "HundeWelt" (Minerva-Verlag).

 

 

 

 

 

Auszug aus

"Partner auf Leben und Tod"

 

Wie so oft begann alles harmlos. Eine Streife der Inspektion Ost war zu einer der üblichen Ruhestörungen beordert worden. Üblich deshalb, weil das Wetter nach zweiwöchigem Regen endlich wieder mild und trocken war, was gerade in Samstagnächten fast zwangsläufig zu Beschwerden ruhebedürftiger Bürger führt. Die einen wollen feiern, die anderen schlafen. Ein klassischer Interessenkonflikt, für dessen Lösung die Polizei alarmiert wird.

 

Um seinem Anspruch auf polizeiliche Hilfe Nachdruck zu verleihen, bezeichnete der Mitteiler die kleine Gruppe junger Leute als „randalierende Jugendliche“. Ich war zwar in der Nähe, blieb jedoch außen vor, denn auch ein bellender Hund kann als Lärmbelästigung bewertet werden. Die Kollegen meldeten kurz darauf, sie hätten die Jungs und Mädels nach Hause geschickt, die Ruhestörung sei damit erledigt.

 

Sehr schön, dachte ich und ließ den Streifenwagen durch die engen Straßen des Wohngebietes rollen. Zwei junge Frauen kamen mir auf dem Gehweg entgegen, begleitet von einem etwas älteren Mann, der die beiden eifrig umwarb. Er trug kein Hemd, prahlte mit seinem muskulösen Oberkörper. In der Linken hielt er ein halb gefülltes Weinglas. Die Situation erschien entspannt, doch ich bremste mein Auto leicht ab. Vielleicht belästigte der Mann die Frauen? Ich versuchte, Blickkontakt mit ihnen aufzunehmen, doch sie beachteten mich nicht weiter. Alles gut. Fein! Als ich auf einer Höhe mit den dreien war, drehte sich der Kerl in meine Richtung. „Arschloch!“

 

Was Beleidigungen betrifft, habe ich mir ein dickes Fell wachsen lassen. Ein solches braucht man als Polizist. Konnte mich früher ein anonym aus einer Gruppe heraus gerufenes „Scheiß-Bulle!“ verletzen, veranlasst es mich heute nicht einmal mehr, das Fenster des Streifenwagens zu schließen. Nicht selten war das Schreiben einer Anzeige den Aufwand nicht wert, weil sie von der Staatsanwaltschaft „mangels öffentlichen Interesses“ eingestellt wurde. Aber das bedeutete nicht, dass ich mir alles gefallen lassen musste. Ich stoppte meinen Wagen.

„Arschloch!“

Der Mann legte es offenbar auf eine Anzeige an. Ich hatte keine Lust, die Angelegenheit aufzubauschen. Gelassen stieg ich aus, blieb am Streifenwagen stehen und fragte „Meinen Sie mich? Das ist Ihnen sicher nur so rausgerutscht, nehme ich mal an. Oder beleidigen Sie jeden, der an Ihnen vorbeifährt?“

 

Die Brücke war gebaut, doch der Mann wollte sie nicht nutzen.

 

„Komm' her, Arschloch! Dann machen wir's aus von Mann zu Mann!“

Auch wenn ich mir zutraute, eine direkte Konfrontation für mich zu entscheiden, wie kam der Kerl dazu, mich zu einer Schlägerei einzuladen? Ich zog meinen Trumpf aus dem Ärmel, besser gesagt aus dem Auto und hieß Bux, hinter mir Platz zu machen. Die Erscheinung dieses großen Hundes genügte erfahrungsgemäß, um auch sehr aggressive Typen zu besänftigen. Diesmal nicht.

„Ey, Scheißbulle, glaubst du, ich habe Angst vor deinem Scheißköter? Dem breche ich das Genick, und dann bist du dran!“ Er machte einen Schritt auf mich zu.

 

Noch war er ein paar Meter von mir entfernt, doch ich wusste, dass Buxi nur auf einen weiteren Schritt wartete. Sein imaginärer Gefährdungskreis wäre dann durchbrochen.

Ich hob die Hand und warnte „Keinen Schritt weiter! Bleiben Sie, wo Sie sind!“

Der Kerl machte einen Satz nach vorne und schüttete mir den Weißwein ins Gesicht. Meine Augen brannten. Durch den Schleier sah ich, wie er mit dem Glas zum Schlag ausholte.

Im selben Moment flog etwas an mir vorbei, schlug in den Angreifer ein wie ein Zementsack und riss ihn um...

 

 

 

 

Hier noch der "Tipp des Lektorats" des Verlages (bitte anklicken).

 

 

 

Am 02. Juli 2020 musste ich Carina blutenden Herzens gehen lassen. Sie war meine beste Freundin, dreizehn Jahre lang in vielerlei Hinsicht mein Mittelpunkt wie ich ihrer. Auch deshalb war ich es ihr schuldig, ihr die Schmerzen des nahenden Krebstodes zu ersparen. Carina war und bleibt ein Teil meines Lebens.

 

Sam hat es zwischenzeitlich aufgegeben, nach Carina zu suchen und sich mir noch enger angeschlossen. Das tröstet...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Carina und Sam

B

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

05.

12.10.2012: 2498 8,7/Tag

01.01.2014: 8803 14,2/Tag seit 12.10.2012

10.04.2014: 10118 13,1/Tag seit 01.01.2014

20.06.2014: 11002 12,5/Tag seit 10.04.2014

17.07.2014: 11300 11,0/Tag seit 20.06.2014

05.12.2014: 14780 27,4/T

17.10.2015: 20.000

12.2014: 14780 27,4/Tag seit 17.07.2014 Gesamtdurchschn.: 13,8/Tag

Zuletzt aktualisiert: heute